Wer vorliest, lässt Geschichten lebendig werden – und stärkt von Anfang an die sprachliche Entwicklung von Kindern. Das betonte auch Bildungs- und Familienministerin Karin Prien anlässlich des 22. bundesweiten Vorlesetags am 21. November 2025 unter dem Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“.
In der Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg in Hamburg las sie am vergangenen Freitag Viertklässlerinnen und Viertklässlern aus dem Buch „Regenwurm und Anakonda“ („Vandaag houd ik mijn spreekbeurt over de anaconda“) von Bibi Dumon Tak vor – auf Deutsch und Niederländisch. Szenen wie diese spielten sich an vielen Orten in ganz Deutschland ab: Zum bundesweiten Vorlesetag haben auch in diesem Jahr zahlreiche Freiwillige in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen vorgelesen.
Karin Prien: „Vorlesen baut Brücken“
Anlässlich ihres ersten Vorlesetages als Bundesministerin sagte Karin Prien: "Der Bundesweite Vorlesetag ist für mich ein ganz besonderes Ereignis, weil er so viel mehr ist als nur ein Tag zum Vorlesen. Er erinnert uns daran, wie wichtig es ist, Kindern von klein auf den Zugang zu Sprache und Literatur zu ermöglichen und ihre Fantasie anzuregen. In einer Welt, in der immer mehr Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammenkommen, ist Vorlesen ein Schlüssel, um Brücken zu bauen und das Verständnis füreinander zu fördern. Es ist wunderbar, dass wir beim Vorlesetag mit dem Motto 'Vorlesen spricht Deine Sprache' gerade die Vielfalt der Sprachen feiern können, die unsere Gesellschaft bereichern."
Der Bundesweite Vorlesetag ist seit 2004 Deutschlands größtes Vorlesefest und findet jährlich am dritten Freitag im November statt. Die Aktion wurde gemeinsam von DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung ins Leben gerufen, um Kinder und Erwachsene für das Vorlesen zu begeistern und die Bedeutung des Vorlesens für den Lernerfolg von Kindern zu unterstreichen. Mittlerweile beteiligen sich jedes Jahr rund 800.000 Menschen in ganz Deutschland an der Aktion.