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Wir bleiben in Kontakt: Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona

Eine Kita-App? Abwaschbare Stempel? Online-Elternabend? Der Kita-Alltag gestaltet sich während der Corona-Pandemie anders als zuvor. Deshalb werden pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen gerade äußerst erfinderisch und entwickeln kreative Ideen: für die pädagogische Arbeit mit den Kindern in den Einrichtungen und zu Hause. Mittlerweile sind die Kitas zwar in den Regelbetrieb zurückgekehrt, es gelten jedoch noch immer besondere Bedingungen. Der Themenbereich „Wir bleiben in Kontakt: Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona“ unterstützt pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen mit innovativen Praxisbeispielen, Interviews und Infotexten. Die Praxisbeispiele bieten Inspiration für die Arbeit in der Krisenzeit sowie im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Sie setzen neue Impulse für den Kita-Alltag.

 

Digitalisierung, Wiedereingewöhnung, Fachkräfte & Kita


Online-Filme als Qualifizierungsangebot

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Wie können sich pädagogische Fachkräfte in Zeiten von Corona austauschen und weiterqualifizieren? Einen digitalen Weg der Qualifizierung hat der Standort Hamburg im Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ gefunden. Die Idee: Ein Online-Angebot, das die pädagogischen Fachkräfte auf den Wiedereinstieg nach der Corona-Schließzeit vorbereitet. Das Qualifizierungsangebot besteht aus drei Filmen á 15 Minuten, die vielfältige Impulse für die praktische Arbeit in den Kitas bieten. Ergänzend steht Begleitmaterial online zur Verfügung. Dieses beinhaltet weiterführende Informationen, Reflexionsfragen und praktische Anregungen. In einem Live-Coaching haben die Fachkräfte darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit anderen über ihre Ideen, Fragen und Sorgen auszutauschen.

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Die Fachkräfte können das Online-Qualifizierungsangebot nach ihren Möglichkeiten und zu ihrer Zeit bearbeiten, je nachdem welche Bedarfe und Anforderungen bestehen. Die Filme sind dabei vielfältig einsatzbar. Fachkräfte können sie individuell nutzen, in Kleingruppen oder zum Beispiel auch mit dem gesamten Team in einer Dienstbesprechung anschauen und besprechen. Inhaltlich geht es um Themen, die die Kitas in der Corona-Zeit beschäftigen: Wie können wir mit Ängsten und Sorgen der Eltern, der Kinder und uns selbst umgehen? Was erwartet uns, wenn die Kinder wieder in die Kita kommen? Was macht das eigentlich mit uns als Team? Vielfältige Praxisbeispiele werden dafür aufgezeigt.

Veröffentlicht wurde das Qualifizierungsangebot im digitalen Kita-Einstieg-Netzwerk des Standorts Hamburg. Dort können die Fachkräfte in einem Forum Fragen stellen, eigene Beispiele einbringen und hilfreiche Links mit anderen teilen. Die pädagogischen Fachkräfte können sich somit auch mit Fachkräften aus anderen Einrichtungen austauschen.

Das Online-Qualifizierungsangebot ist ein gemeinsames Angebot der Koordinierungs- und Netzwerkstelle „Kita-Einstieg“ in Hamburg - insbesondere der Projektleitung Christine Laufert -, der Fachberaterin Heidi Kreutzfeld vom Harburger Träger DRK Pädagogik gGmbH sowie der Fortbildungsreferentin Susanne Kühn. Die gute Vernetzung und Zusammenarbeit der drei Akteurinnen hat maßgeblich zum Erfolg des Angebots beigetragen. Aufgrund der positiven Resonanz soll auch nach der Corona-Pandemie mit Online-Qualifizierungsangeboten gearbeitet und aktive Vernetzung ermöglicht werden. Fragen und Anliegen der Fachkräfte müssen dann nicht bis zur nächsten Fortbildung warten, sondern können sofort bedient werden.

 

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„In den Filmen stecken viele Möglichkeiten und Potentiale. Den Fachkräften sollte Mut gemacht werden, solche digitalen Formate auszuprobieren. Wichtig ist dabei, alle mitzunehmen. Für viele ist es einfach, Filme zum Beispiel auf dem Handy anzuschauen. Aber nicht für alle. Es braucht jemanden, der einen kleinen Schubs gibt und Mut macht und motiviert, solche Wege der Fortbildung und Qualifizierung zu gehen.“

Heidi Kreutzfeld, Fachberaterin bei der DRK gemeinnützigen Gesellschaft für Pädagogik Hamburg-Harburg mbH und zuständig für die Qualifizierung im Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ in Hamburg

 

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„Das Produzieren der Filme mit Digitalkamera und gutem Mikro war ein intensiver Prozess, der mir viel Freude gemacht hat. Wir wollten den Fachkräften in der Corona-Zeit zeigen: Ihr seid nicht allein. Viele standen und stehen täglich vor Herausforderungen, unter anderem weil sich Regelungen laufend ändern. Durch das Online-Qualifizierungsangebot konnten die Fachkräfte Verbündete finden und gemeinsam Strategien entwickeln, um die Situation zu meistern. Gerade in einer Zeit wie jetzt ist es wichtig und hilfreich zu erfahren, was andere Kitas für Ideen haben und diese auf die eigene Arbeit runter zu brechen. Aber sich auch Unterstützung und Beratung zu holen, wenn man sie braucht. Das ist für Kita-Teams nicht immer selbstverständlich.“

Susanne Kühn, Bildungsreferentin

 

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Praxisnahe Inhalte

Die Filme sollten einen großen Praxisbezug haben und konkrete Impulse liefern. Dann ist die Zufriedenheit der Fachkräfte gegeben und neue Ideen werden direkt in der Praxis umgesetzt. Wichtig dafür ist, sich im Vorfeld gut über die Inhalte und das Konzept der Filme abzustimmen.

 

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Kurzfilme mit Konzept

Die Filme sollten kurz sein und maximal 15 Minuten dauern, denn sie erfordern viel Aufmerksamkeit und Konzentration. Ebenso wichtig ist, Inhalte auf den Punkt zu bringen und nicht abzuschweifen. Im Vorfeld ein gutes Konzept zu erarbeiten, kann dabei helfen.

 

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Technik

Um die Filme zu produzieren, ist keine Profi-Ausstattung erforderlich. Auch mit einem Smartphone oder einer Digitalkamera kann gefilmt werden. Ein besonderes Augenmerk sollte jedoch auf der Tonqualität liegen. Dauert ein Film länger als 10 Minuten bei eher schlechter Tonqualität, kann es für die Zuhörerinnen und Zuhörer unangenehm werden. In diesen Fällen sollte unbedingt ein gutes Mikrofon verwendet werden.

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