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Wir bleiben in Kontakt: Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona

Eine Kita-App? Abwaschbare Stempel? Online-Elternabend? Der Kita-Alltag gestaltet sich während der Corona-Pandemie anders als zuvor. Deshalb werden pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen gerade äußerst erfinderisch und entwickeln kreative Ideen: für die pädagogische Arbeit mit den Kindern in den Einrichtungen und zu Hause. Mittlerweile sind die Kitas zwar in den Regelbetrieb zurückgekehrt, es gelten jedoch noch immer besondere Bedingungen. Der Themenbereich „Wir bleiben in Kontakt: Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona“ unterstützt pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen mit innovativen Praxisbeispielen, Interviews und Infotexten. Die Praxisbeispiele bieten Inspiration für die Arbeit in der Krisenzeit sowie im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Sie setzen neue Impulse für den Kita-Alltag.

 

Mit Kindern in Kontakt bleiben


Gemeinsames Singen vor der Kita

Illustration Text

Die Kita Zauberwind in Hüffelsheim in Rheinland-Pfalz hat sich überlegt, wie sie während der Kita-Schließzeit nicht nur alle Kinder, sondern auch die Nachbarinnen und Nachbarn der Kita erreichen können. Denn häufig sind es Seniorinnen und Senioren, die in der Corona-Zeit auf den Verwandtschaftsbesuch verzichten müssen, da das Ansteckungsrisiko für sie zu hoch ist. Zu Beginn der Corona-Schließzeit haben die Fachkräfte deshalb damit begonnen, das Lied „Ich schenk dir einen Regenbogen“ vor der Kita zu singen.

Illustration singende Kinder

Dazu haben sie ein Video aufgenommen und die Kinder motiviert, ebenfalls vor ihrer Haustür zu singen. Als die ersten Kinder wieder in die Kita zurückkehrten, wurde das gemeinsame Singen ausgeweitet. Mit einem Lautsprecher ausgestattet gehen die Kinder zusammen mit den Fachkräften nun täglich an zwei Standorte und singen das Lied für die Nachbarschaft. Unter Einhaltung der Abstandsregelungen kommen die Nachbarinnen und Nachbarn auf die Straße oder auf den Balkon. Auch Kinder, die noch nicht wieder in der Kita sind, können an dem gemeinsamen Singen teilnehmen. Alle winken einander zu und freuen sich über das kurze Wiedersehen. In einer Zeit, in der das soziale Miteinander schwerfällt, ist das Singen ein tägliches Ritual geworden. Es gibt den Kindern Struktur und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl im Dorf. Das Lied „Ich schenk dir einen Regenbogen“ ist nun überall bekannt und wird fröhlich gesungen. Als nächstes wird ein eigenes Kita-Lied geschrieben.

 

Illustration Anführungszeichen

„Wir haben auch den Auftrag, uns um den gesamten Sozialraum, in dem die Kita ansässig ist, zu kümmern. Mit dem Singen für andere Menschen möchten wir den Kindern auch Empathie vermitteln und zeigen: Wenn ihr etwas Schönes für andere macht, dann kommt auch etwas Schönes zurück! Die Kinder spüren, dass sie anderen Menschen mit dem Singen eine große Freude machen können und bekommen als Anerkennung eine Menge Applaus. Bei einigen Nachbarinnen und Nachbarn kamen sogar Freudentränen und sie haben sich bei den Kindern für das tägliche singen bedankt: einige Male gab es sogar Kuchen!“

Martin Mucha, Leiter der Kita Zauberwind

 

Illustration Idee

Lieder visualisieren

Die Inhalte eines Liedes werden den Kindern besser vermittelt, wenn sie visualisiert werden. Zu dem Lied „Ich schenk dir einen Regenbogen“ lassen sich beispielsweisen ein Regenbogen oder auch Herzen und Wolken basteln, die die Kinder an den entsprechenden Stellen des Liedes in die Luft halten können. So wird das Lied für die Kinder sehr persönlich und sie nehmen es viel intensiver wahr.

 

Illustration Idee

Ein persönliches Kita-Lied einführen

Über Lieder werden eine Menge Emotionen transportiert sowie Erinnerungen geschaffen. Sei es ein selbst geschriebenes Kita-Lied oder ein Lied, das es bereits gibt: die Kinder sind begeistert, wenn sie mit ihrer Kita ein besonderes Lied verbinden.

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