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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS)

Die Bund-Länder-Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift” setzt sich für die Verbesserung der individuellen Sprach- und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen ein. Ziel des Programms ist es, die vielfältigen Maßnahmen der Bundesländer zur sprachlichen Bildung, Sprachdiagnostik und Leseförderung für Kinder und Jugendliche zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Erfolgreiche Maßnahmen sollen außerdem nutzbar für die Praxis gemacht werden.

Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der ständigen Konferenz der Kultusminister der Bundesländer (KMK) sowie der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK).

Über 100 Verbünde

Mehr als 600 Bildungseinrichtungen aus fast allen Bundesländern sind im Elementarbereich, in der Primarstufe und in der Sekundarstufe an BiSS beteiligt. Sie haben sich zu insgesamt 104 Verbünden zusammengeschlossen. Ein Verbund besteht aus drei bis zehn Kindertageseinrichtungen oder Schulen sowie weiteren Partnern wie Universitäten oder Bibliotheken. Die Verbünde entwickeln gemeinsam ihre Konzepte und Maßnahmen zur Sprachförderung, -diagnostik und Leseförderung weiter. Dabei arbeiten sie teilweise länder- und bildungsetappenübergreifend. Knapp 30 Verbünde sind im Bereich der Kindertagesbetreuung tätig: Inhaltlicher Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die alltagsintegrierte sprachliche Bildung. Dieser Ansatz wird auch im Bundesprogramm des Bundesfamilienministeriums „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ verfolgt.

Das Trägerkonsortium

Koordiniert wird das Gesamtprogramm gemeinsam vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung der Universität zu Köln, dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) sowie dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ausgewählt wurden die zu evaluierenden Verbünde und Entwicklungsvorhaben von diesem Trägerkonsortium. Es unterstützt die beteiligten Verbünde durch Fortbildungen und bei der Übertragung der Programmkenntnisse in die Praxis.

Evaluation und Entwicklung

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördern im Rahmen von BiSS wissenschaftliche Untersuchungen zur Entwicklung von Konzepten zur sprachlichen Bildung und Leseförderung sowie von diagnostischen Instrumenten. Im Elementarbereich sichert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Vernetzung der Bundesprogramme „Sprach-Kitas“ und BiSS. Dies ermöglicht beispielsweise, den im Bundesprogramm verankerten Ansatz einer gezielten, alltagsintegrierten sprachlichen Bildung übergreifend zu untersuchen.

Insgesamt sind seit Anfang 2015 vier Evaluationsvorhaben und ein Entwicklungsprojekt gestartet:

Drei der Forschungsvorhaben widmen sich Evaluationsstudien im Elementarbereich. Das erste der Forschungsvorhaben, das Anfang 2015 begann, evaluiert Professionalisierungskonzepte zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung von BiSS-Verbünden im Elementarbereich.

Im Herbst 2015 startete ein zweites Projekt. Dieses untersucht die Wirksamkeit von Konzepten zur gezielten, alltagsintegrierten sprachlichen Bildung in Schlüsselsituationen für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. In einem dritten Projekt wird die Umsetzung von Konzepten der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung für Kinder unter drei Jahren evaluiert.

Das vierte Evaluationsprojekt beschäftigt sich seit Anfang 2016 damit, wie wirksam Maßnahmen zur Sprachförderung in unterschiedlichen Lernsettings am Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule sind. Außerdem untersucht es, welche Faktoren die Wirksamkeit beeinflussen.

Neben den vier Evaluationsvorhaben wird seit Anfang 2016 ein sogenanntes Entwicklungsprojekt gefördert. Dabei sollen innovative Maßnahmen entwickelt und erprobt werden. Im Rahmen des Entwicklungsprojekts wird eine alltagsintegrierte Fortbildung für pädagogische Fachkräfte entwickelt.

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