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Gemeinsam Vielfalt feiern am Internationalen Tag gegen Rassismus

Kinder und Erwachsenen gemeinsam im Freien

Drei Erwachsene und drei Kinder halten sich in einer Winterlandschaft an den Händen.

In Kitas und der Kindertagespflege kommen Kinder aus Familien mit verschiedenen Kulturen, Herkünften und Sprachen zusammen. Kinder kommen so bereits früh in Kontakt miteinander und lernen Unterschiede und Gemeinsamkeiten kennen. 

Eine inklusive Pädagogik und vorurteilsbewusste Erziehung haben deshalb eine große Bedeutung. In der Kindertagesbetreuung werden Kinder und Erwachsene dadurch ermutigt, Vorurteile zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und Diskriminierung zu begegnen. Dabei sollten sowohl die Gemeinsamkeiten und Stärken von Kindern als auch ihre Vielfalt thematisiert und wertgeschätzt werden. Dazu gehört, dass rassistische und rechtsextremistische Äußerungen und Verhaltensweisen weder von Kindern noch von Fachkräften oder Eltern toleriert werden.

Bundesprogramme und Initiativen zur Förderung von Inklusion und Integration 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stärkt mit verschiedenen Bundesprogrammen inklusive Pädagogik und die kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung und Vorurteilen:

Im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend u.a. das Kompetenznetzwerk „Demokratiebildung im Kindesalter“. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss des Instituts für den Situationsansatz und des Deutschen Kinderhilfswerks. Die Themenschwerpunkte sind vor allem Kinderrechtebildung, Inklusion, Partizipation und Schutz vor Diskriminierung. 

Mit dem Bundeprogramm „Integrationskurs mit Kind: Bausteine für die Zukunft“ werden ebenfalls Teilhabe und Chancengleichheit gefördert. Durch das Programm wird Eltern mit Kindern im nicht schulpflichtigen Alter die Teilnahme an einem Integrationskurs ermöglicht. Qualifizierte Fachkräfte beaufsichtigen die Kinder während der Kurszeiten bzw. erwerben tätigkeitsbegleitend die Qualifikation. Kinder und Eltern können so erste Erfahrungen mit institutioneller Kindertagesbeaufsichtigung sammeln und Vertrauen aufbauen. Dies erleichtert den Einstieg in ein Regelangebot.

Darüber hinaus hat das Bundesfamilienministerium zusammen mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat nach breitem Beteiligungsprozess den Entwurf eines Demokratiefördergesetzes erarbeitet. Ende 2022 wurde der Gesetzesentwurf vom Bundeskabinett beschlossen. Durch das Gesetz können beispielsweise Maßnahmen im Bereich der Demokratieförderung und Vielfaltgestaltung längerfristig und altersunabhängig gefördert werden.

Auch in vergangenen Bundesprogrammen wurden vielfältige Materialien entwickelt, die pädagogische Fachkräfte in ihrem Arbeitsalltag unterstützen sollen. Beispielsweise greift die im Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ entstandene Textreihe „Wissen kompakt“ das Thema Umgang mit Teilhabe und Diskriminierung konkret auf. Das Bundesprogramm richtete sich an Familien und Kinder mit Fluchtgeschichte, um ihnen den Einstieg in die Frühkindliche Bildung zu erleichtern. Pädagogische Fachkräfte wurden ebenfalls unterstützt, beispielsweise durch Fortbildungen zu interkulturellen Kompetenzen. 

Der Internationale Tag gegen Rassismus

Am 21. März haben die Vereinten Nationen den Internationalen Tag gegen Rassismus ausgerufen. Dieser Tag soll Aktionen gegen rassistische Diskriminierung unterstützen und das Thema öffentlich sichtbar machen. Rund um den Tag finden in Deutschland die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Dieses Jahr werden dabei bundesweit unter dem Motto „Misch Dich ein“ zahlreiche Veranstaltungen angeboten.

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