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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona

Eine Kita-App? Abwaschbare Stempel? Online-Elternabend? Der Kita-Alltag gestaltet sich während der Corona-Pandemie anders als zuvor. Deshalb werden pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen gerade äußerst erfinderisch und entwickeln kreative Ideen: für die pädagogische Arbeit mit den Kindern in den Einrichtungen und zu Hause. Es gelten dabei besondere Bedingungen, die sich nach dem Infektionsgeschehen richten. Der Themenbereich „Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona“ unterstützt pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen mit innovativen Praxisbeispielen, Interviews und Infotexten. Die Praxisbeispiele bieten Inspiration für die Arbeit in der Krisenzeit sowie im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Sie setzen neue Impulse für den Kita-Alltag.

 

Fachkräfte & Kita, Kindern Corona erklären


Corona-Mitmachbuch

Symbol Kurztext

Andrea Hofmann arbeitet als Sprachfachkraft in der Kita „Zwergenhaus“ in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Die Kita nimmt am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ teil. Bereits vor der Corona-Pandemie entdeckte Frau Hofmann das Bilderbuch-Kino für die pädagogische Arbeit mit den Kindern. Gemeinsam mit den Kindern erzählt sie frei anhand der Bilder spannende Geschichten. Zu Beginn der Corona-Pandemie bemerkte Frau Hofmann, dass die Kinder teilweise ängstlich waren und viele Fragen zum Virus hatten. Ihr war es wichtig zu antworten, denn nicht nur Erwachsene beschäftigt das Thema. Es entstand die Idee von einem Corona-Mitmachbuch, das auf kindgerechte Art und Weise das Coronavirus thematisiert.

Illustration Corona-Mitmachbuch

Das Mitmachbuch „Briefe an die Kinder – Mit Kindern über Corona sprechen“ bietet pädagogischen Fachkräften und Kindern die Möglichkeit, auf spielerische Art und Weise über coronabedingte Veränderungen zu sprechen. Gemeinsam mit der Forschermaus Miro Mironi erfahren die Kinder auf einer Entdeckungsreise mehr über die Corona-Viren. Das Mitmachbuch ist in sieben Teile gegliedert. Jeder Teil endet mit einer Aktion, beispielsweise mit einem Experiment oder einer Spielidee. Frau Hofmann zeichnete aller Bilder selbst und konzipierte das Buch als „Kniebuch“: Die pädagogischen Fachkräfte haben den „Lesetext“ vor sich, während die Kinder das passende Bild sehen. Das hat den Vorteil, dass alle Kinder die Bilder in Ruhe betrachten können. Zusätzlich band Frau Hofmann das Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn ein, um deren Inhalte für das Buch übernehmen zu dürfen.

 

Symbol Zitat

„Mir war es wichtig, den Kolleginnen und Kollegen für die pädagogische Arbeit mit den Kindern etwas Konkretes an die Hand geben zu können. Das Buch bietet pädagogischen Fachkräften ein fertiges Projekt zum Thema Corona. Sie können es einfach ausdrucken und loslegen – ohne zusätzliche Vorbereitungszeit. Für mich war klar, dass es ein Buch sein muss, das zum Dialog anregt und die vielen Rückfragen der Kinder zulässt. Auf diese Weise erfahren die pädagogischen Fachkräfte auch, was die Kinder am meisten beschäftigt und wie es ihnen mit dem Corona-Virus geht.“

Andrea Hofmann, Sprachfachkraft und zusätzliche Fachkraft für Resilienz im Vorschulalter der Kita „Zwergenhaus" im Bundesprogramm „Sprach-Kitas

 

Symbol Tipp

Kinder über Dialoge einbinden

Spannender als das Vorlesen von Text ist für Kinder das freie Erzählen von Geschichten nach Bildern. Dabei finden Kinder es besonders aufregend, wenn sie über Dialoge miteingebunden werden. Bevor vorgelesen wird, sollte den Kinder die Möglichkeit gegeben werden, sich die Bilder anzusehen und zu rätseln, was als Nächstes passiert. Das erhöht die Aufmerksamkeit!

 

Symbol Tipp

Expertinnen und Experten einbeziehen

Die Corona-Pandemie ist ein komplexes Thema. Auch wenn es sich um ein Kinderbuch handelt, sollten Expertinnen und Experten beispielsweise zu Hygienefragen rechtzeitig angefragt und eingebunden werden.

 

Icon Sprechblase

Unterstützung durch den Träger einholen

Der Träger kann dabei unterstützen, in anderen Kitas auf das Produkt aufmerksam zu machen. Auf diese Weise können möglichst viele Fachkräfte und Kinder von dem Angebot profitieren.

 

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