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Studie: Familien & Kitas in der Corona-Zeit

Das gesellschaftliche und familiäre Leben hat sich während die Corona-Pandemie tiefgreifend verändert. Die Schließung von Kitas und Kindertagespflege war für viele Familien eine unerwartete Situation. Für viele Familien bedeutete der Lockdown, das Familienleben auf engem Raum zu organisieren und häufig neue Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finden. In manchen Fällen war dies außerdem noch verbunden mit wachsenden wirtschaftlichen Sorgen, mit fehlenden Aufträgen, Kurzarbeit oder gar Kündigungen und Insolvenzen.

Auch die Arbeitssituation der pädagogischen Fachkräfte hat sich durch die Pandemie deutlich verändert. Zum Beispiel konnte der Kontakt zu den Kindern und die Zusammenarbeit mit den Eltern nicht wie zuvor direkt erfolgen. Um zu verstehen, was die Corona-Zeit für die Kindertagesbetreuung bedeutete, hat der Lehrstuhl für Frühkindliche Bildung und Erziehung an der Universität Bamberg die Studie „Familien & Kitas in der Corona-Zeit“ durchgeführt. Dafür wurden fast 10.000 Eltern und fast 5.000 pädagogische Fachkräfte zu unterschiedlichen Aspekten der Schließungen und der Auswirkungen der Corona-Pandemie befragt.

Die Ergebnisse zeigen: Da persönliche Kontakte nur noch eingeschränkt möglich waren, nutzten die befragten Fachkräfte häufiger digitale Medien als vor der Corona-Pandemie – zum Beispiel für die Zusammenarbeit mit den Eltern. Viele Befragte äußerten sich positiver über die Nutzung digitaler Medien als vor Corona.

Unter den befragten Eltern zeigten sich insbesondere Unterschiede zwischen denjenigen, die aufgrund eines systemrelevanten Berufs Anspruch auf Kindertagesbetreuung hatten und Eltern, die im Home-Office arbeiteten – letztere äußerten häufiger, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als besonders herausfordernd zu empfinden und davon gestresst zu sein. Außerdem berichteten sie häufiger von negativen Auswirkungen auf ihren Lebensalltag.

Die Zeit, die Kinder nicht in der Kita oder der Kindertagespflege verbrachten, galt es auszufüllen. So ist ein weiterer Befund der Studie, dass der Medienkonsum zugenommen hat. Über 70 Prozent der Eltern gaben aber auch an, dass ihre Kinder häufiger zu Hause bastelten, malten oder draußen in der Natur waren als vor den Schließungen. Weitere Aussagen und Auswirkungen lassen sich im Ergebnisbericht der Studie nachlesen.

 

Weitere Informationen

Ergebnisbericht der Corona-Studie

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