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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Internationaler Tag gegen Rassismus

Der 21. März wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag gegen Rassismus ausgerufen. Denn nach wie vor sind Rassismus und Fremdenfeindlichkeit weltweit ein Problem, das in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden muss und nicht geduldet werden darf. Auch in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege dürfen rassistische und rechtsextremistische Äußerungen und Verhaltensweisen weder von Kindern, noch von Fachkräften und Eltern toleriert werden. Inklusive Pädagogik und vorurteilsbewusste Erziehung haben deshalb eine große Bedeutung.  

Eine inklusive Pädagogik in der Kindertagesbetreuung kann Kinder und Erwachsene ermutigen, Vorurteile, Diskriminierung und Benachteiligung kritisch zu hinterfragen sowie eigene Gedanken und Gefühle zu artikulieren. Dies bedeutet, sowohl den Gemeinsamkeiten und Stärken von Kindern Aufmerksamkeit zu schenken, als auch Vielfalt zu thematisieren und wertzuschätzen. Mit verschiedenen Bundesprogrammen stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine inklusive Pädagogik und die kritische Auseinandersetzung mit Diskriminierung, Rassismus und Vorurteilen.

Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ legt beispielsweise einen thematischen Schwerpunkten auf die inklusive Pädagogik. Im Experteninterview spricht Stefani Boldaz-Hahn, Erziehungswissenschaftlerin und Expertin für vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, über den Umgang mit stereotypen Verkleidungen und Alltagsrassismus in Kitas. Auch im Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ ist Inklusion als Themenfeld gesetzt. Wie individuelle Bildung und Erziehung in der Kindertagespflege ohne Vorurteile gelingen kann, zeigt das Praxisbeispiel zu inklusiven Spiel- und Lernmaterialien im Bundesprogramm „ProKindertagespflege“. Beim Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ rückt das Thema Antirassismus in den kommenden zwei Jahren stärker in den Fokus. Zudem greift die im Bundesprogramm entstandene Textreihe „Wissen kompakt“ das Thema Umgang mit Teilhabe und Diskriminierung auf, wie zum Beispiel in der Ausgabe „Wie kann mit Rassismus und Rechtsextremismus in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege umgegangen werden?“.

Im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert das Bundesfamilienministerium das Kompetenznetzwerk „Frühkindliche Bildung und Bildung in der Primarstufe“, welches vom Deutschen Kinderhilfswerk e.V. und der Fachstelle Kinderwelten/ ISTA gebildet wird. Die Fachstelle Kinderwelten steht für den Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung in Kitas und Schulen. Zu diesem Thema stellt sie zum Beispiel hilfreiche Erklärvideos bereit, die folgende Themen beinhalten: Kinder vor Diskriminierung schützen, vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, vorurteilsbewusste Kinderbücher, vorurteilsbewusste Spielmaterialien.

Hintergrund

Der internationale Tag gegen Rassismus soll Aktionen gegen Rassendiskriminierung fördern und das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Der Tag ist außerdem ein Gedenktag mit einem historischen Hintergrund. Das Datum 21. März geht zurück auf das "Massaker von Sharpeville" im Jahr 1960. 69 Menschen wurden dabei getötet und mindestens 180 weitere wurden zum Teil schwer verletzt, als Polizisten während einer Demonstration gegen die Apartheidgesetze in der südafrikanischen Stadt in die Menge schossen. Die Vereinten Nationen riefen den 21. März sechs Jahre später als festes Datum zum Gedenken an die Opfer aus.

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