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Fachkräftebefragung – eine neue Studie vergleicht die internationale Kita-Praxis

Wie zufrieden sind pädagogische Fachkräfte mit ihrer Arbeit und welches professionelle Selbstverständnis haben sie? Unter welchen Bedingungen arbeiten sie? Darüber informiert erstmals eine international vergleichende Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die von 2016–2019 durchgeführt wurde und vor allem den Kita-Alltag fokussierte. So wurde untersucht, wie sich der Kita-Alltag in den verschiedenen Ländern organisiert und wie dieser pädagogisch gestaltet wird.

An der „OECD-Fachkräftebefragung in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung“ beteiligten sich insgesamt neun Länder: Chile, Dänemark, Deutschland, Island, Israel, Japan, Norwegen, Südkorea und die Türkei.

In Deutschland wurde die Studie vom Internationalen Zentrum Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ICEC) am Deutschen Jugendinstitut (DJI) durchgeführt. Befragt wurden rund 3.000 pädagogisch Tätige sowie Leitungskräfte in über 500 Kindertageseinrichtungen zu ihrer Arbeit mit 3- bis 6-jährigen Kindern (Ü3-Teilstudie) oder mit unter Dreijährigen (U3-Teilstudie) zur Personalzusammensetzung und -qualifikation, zur pädagogischen Praxis und Einstellungen sowie zu strukturellen Merkmalen der Kindertageseinrichtungen. 
Das DJI hat nun in einer Publikation eine Auswahl und Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse des ersten von insgesamt zwei Ergebnisbänden der OECD in deutscher Sprache veröffentlicht.

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass, obwohl die nationalen Traditionen der Länder sich unterscheiden, länderübergreifend eine ganzheitliche Pädagogik in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bedeutsam ist, bei der die Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten einen hohen Stellenwert hat. Auch bezogen auf die wichtigen Kompetenzen, die Kinder im 21. Jahrhundert brauchen, zeigt sich international große Einigkeit: Insgesamt sehen mit durchschnittlich 87 Prozent die meisten der Befragten der Ü3-Teilstudie Kooperationsfähigkeit als wichtige Kompetenz an, die Kitas den Kindern vermitteln sollten, gefolgt von mündlichen sprachlichen Fähigkeiten (83 Prozent). Dabei zeigt sich, dass das deutsche Kita-System für diese Bildungsaufgaben angesichts des im internationalen Vergleich hohen Qualifikationsniveaus seiner Beschäftigten überwiegend gut aufgestellt ist.

 

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