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Betreuungsbedarf ist groß

Die Nachfrage nach Kindertagesbetreuung wächst weiter: Das zeigen die aktuellen Daten, die das Bundesfamilienministerium für die Publikation „Kindertagesbetreuung Kompakt“ zusammengestellt hat. In der fünften Ausgabe von „Kindertagesbetreuung Kompakt“ sind Daten zum Ausbaustand und zum Betreuungsbedarf in der Kindertagesbetreuung veröffentlicht. Zum Stichtag 1. März 2019 besuchten demnach 818.427 Kinder unter drei Jahren eine Kita oder Kindertagespflege. Das sind 28.868 Kinder mehr als im Vorjahr. Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen betrug am 1. März 2019 somit 34,3 Prozent.

Bei den Kindern im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt lag die Betreuungsquote bei 93,3 Prozent. Es besuchten 2.488.613 Kinder dieser Altersgruppe zum Stichtag 1. März 2019 ein Angebot der Kindertagesbetreuung. Das sind 61.600 mehr als im Vorjahr und somit der höchste Anstieg seit Beginn des Berichtszeitraums im Jahr 2006.  

Betreuungsbedarf erfordert weiteren Ausbau

Trotz des Ausbaus der Kindertagesbetreuung gibt es weiterhin einen höheren Betreuungsbedarf. Grund hierfür sind die höheren Geburtenzahlen sowie der gesellschaftliche Wandel. 49,4 Prozent der Eltern von Kindern unter drei Jahren wünschten sich 2019 einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Bei den Kindern von drei Jahren bis zum Schuleintritt sind es 97,5 Prozent der Eltern. Die Betreuungsangebote müssen folglich weiter ausgebaut werden.

Investitionen

Die Bundesregierung investiert weiterhin stark in den Ausbau der Kindertagesbetreuung. Das Bundeskabinett hat am 17. Juni im Rahmen des Konjunkturpaketes beschlossen, zusätzlich eine Milliarde Euro für die Jahre 2020 und 2021 bereitzustellen. Das Geld ermöglicht 90.000 neue Betreuungsplätze in Kitas und in der Kindertagespflege. Die Mittel können aber auch für Umbaumaßnahmen und für Investitionen in neue Hygiene- und Raumkonzepte verwendet werden, die aufgrund der Corona-Pandemie notwendig sind. Bestehende Räumlichkeiten müssen erweitert werden, Sanitärräume saniert und auch die digitale Ausstattung in Kitas muss ausgebaut werden.

Durch das aktuell laufende vierte Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ fördert der Bund die Schaffung weiterer 100.000 Plätze für Kinder bis zum Schuleintritt. Die Länder und Kommunen erhalten dafür von 2017 bis 2020 insgesamt 1,126 Milliarden Euro.

Mehr Qualität in Kitas und Kindertagespflege

Gemeinsam mit den Ländern setzt sich der Bund außerdem für mehr Qualität ein. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung („Gute-Kita-Gesetz“) beteiligt sich der Bund bis 2022 mit rund 5,5 Milliarden Euro an der Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung. Mit allen 16 Bundesländern wurden bereits „Gute-Kita-Verträge“ abgeschlossen.

Zusätzlich fördert das Bundesfamilienministerium die Qualitätsentwicklung durch mehrere Bundesprogramme. Große Bedeutung erlangen hierbei auch die pädagogischen Fachkräfte. Ein wirksamer Impuls für ein attraktives Ausbildungsmodell wurde mit der „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden“ gesetzt. Durch das Programm gibt es nun erstmals in jedem Bundesland ein Angebot für eine vergütete Ausbildung. 

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Junge mit Gitarre

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