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Zusatzlogo: Gezeichnetes Kind springt auf farbigen rechteckigen Blöcken.

Initiativen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Brücken bauen in frühe Bildung

Gute Kindertagesbetreuung ermöglicht gleiche Chancen für alle Kinder. Besonders für Kinder mit Fluchthintergrund kann die Kindertagesbetreuung einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration leisten. Sie knüpfen Kontakte und erlernen dadurch schnell die deutsche Sprache. Bisher profitieren jedoch nicht alle Familien gleichermaßen von Kindertagesbetreuung als Form der frühen Bildung - obwohl in Deutschland alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben. Vor allem Familien mit Fluchthintergrund finden aus verschiedenen Gründen bislang nur schwer den Weg in die Kindertagesbetreuung. Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ fördert das Bundesfamilienministerium deshalb niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten. 

Sprache als Schlüssel zur Integration 

Der strukturierte Alltag und die kindgerechte Umgebung in Kitas und Tagespflegestellen erlauben den Kindern, sich sicher zu fühlen. Außerdem bieten Kinderbetreuungsangebote beste Voraussetzungen dafür, dass die Kinder rasch die deutsche Sprache lernen und Kontakte zu anderen Kindern knüpfen. Kinder lernen sehr schnell: Schon nach wenigen Monaten können sie sich meist gut auf Deutsch verständigen. Die Betreuung in einer Kindertageseinrichtung verbessert ihre Bildungschancen, vermittelt Werte und ermöglicht es den Eltern, Sprachkurse zu besuchen, eine Erwerbstätigkeit oder eine Ausbildung aufzunehmen. Kinder mit Fluchthintergrund sollten deshalb möglichst rasch eine Kita besuchen können.

Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deshalb das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ins Leben gerufen. Bundesweit werden Angebote sprachlicher Bildung in Kindertageseinrichtungen gefördert. Weitere Schwerpunkte sind die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien.

Weitere Initiativen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

Immer mehr Mütter und Väter wünschen sich einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Durch die steigende Geburtenrate und die Integration von Kindern mit Fluchthintergrund wird der Bedarf an Betreuungsplätzen zukünftig weiter steigen. Damit alle Kinder einen Platz in der Kita oder in der Tagespflegestelle finden, müssen die Betreuungsplätze in den Kommunen weiter ausgebaut werden. 

Mit dem vierten Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020“ stellt der Bund den Ländern zum vierten Mal Finanzhilfen für den Ausbau von Betreuungsplätzen zur Verfügung. Mit dem „Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ können 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen werden, erstmals auch für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Auch qualitative Verbesserungen können gefördert werden. Das Sondervermögen „Kinderbetreuungsausbau“ wird dafür um insgesamt 1,126 Milliarden Euro aufgestockt.

Die Integration der geflüchteten Kinder und Jugendlichen findet vor Ort in den Kommunen statt. Um die Kommunen bei der Aufgabe zu unterstützen und ehrenamtliches Engagement zu stärken, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Bundesprogramm „Willkommen bei Freunden“ ins Leben gerufen. Das Bundesprogramm wird gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration realisiert.

Das Programm „Qualität vor Ort“ ist eine Gemeinschaftsaktion der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, des Bundesfamilienministeriums  sowie der Jacobs Foundation. Es unterstützt regionale Akteure der frühen Bildung und eignet sich damit auch hervorragend für  Fragen der Kindertagesbetreuung von Flüchtlingsfamilien.  

Bundesweit unterstützen außerdem bereits zahlreiche Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter die Integration von Familien mit Fluchthintergrund. Durch konkrete Hilfestellung und Begleitung von Familien beim Eintritt der Kinder in eine Kindertageseinrichtung oder in die Schule sind Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter wichtige Brückenbauer für die gesellschaftliche Teilhabe geflüchteter Familien. Von 2017 bis 2020 fördert das Bundesfamilienministerium die Weiterentwicklung flüchtlingsbezogener Elternbegleitung mit einem neuen Modellprogramm. Ziel ist es, Netzwerke von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern aus verschiedenen Trägern und Flüchtlingsfamilien zu stärken. Elternbegleitung soll dadurch nachhaltig im Sozialraum verankert werden. Das Modellprogramm baut auf dem Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ (2011 - 2015) sowie dem ESF-Bundesprogramm „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ (2015 – 2020) auf. In den beiden Programmen wurden bisher etwa 7000 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter qualifiziert.

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Junge mit Gitarre

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Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung

Der strukturierte Alltag und die kindgerechte Umgebung in Kitas und Tagespflegestellen erlauben Kindern mit Fluchthintergrund, sich sicher zu fühlen. Außerdem bieten Kinderbetreuungsangebote beste Voraussetzungen dafür, dass die Kinder rasch die deutsche Sprache lernen und Kontakte zu anderen Kindern knüpfen. mehr

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