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Musik wird Sprache

Musikalisch-sprachliche Aktivität bei Kindern bis Drei


2 Musik spricht an, ohne Sprache zu sein

Nonverbale Musik und verbale Sprache korrespondieren miteinander. Sie sind in vielen Aspekten miteinander verwandt und bewirken trotzdem unterschiedliche Erfahrungen.

Gemeinsame Merkmale von Musik und Sprache

  • Musik und Sprache sind Ausdrucksmedien, die auf der Gestaltung von Rhythmus, Klangfarbe und Tonhöhe basieren. Sie müssen direkt im Moment neu erzeugt werden. Wird ein Satz zweimal gesprochen, dann muss er nicht gleich klingen. In einem neuen Kontext kann er eventuell eine andere Bedeutung tragen.
  • Die beiden Ausdrucksmedien Musik und Sprache sind in ihrem Produkt "körperlos". Sie basieren auf verklingenden Schallwellen, entwickeln und vergehen mit dem Fluss der Zeit.
  • Musik und Sprache erfordern ein empfangendes Ohr, um das eigene Potenzial musikalischer und lautsprachlicher Interaktion entfalten zu können. Die Anwesenheit interessiert hinhörender und achtsam Resonanz gebender Partner ist wesentlich.

Unterscheidende Merkmale von Musik und Sprache

  • Sprache zielt auf einen relativ eindeutigen Code und funktionalisiert Klang. Um das Wort "Baum" anwenden zu können, bedarf es sowohl einer ausreichend eindeutigen Aussprache der entsprechenden Phoneme, als auch einer kulturellen Vereinbarung, die dieses Wort abgrenzbaren Phänomenen der Lebenswelt zuordnet. In der Musik als nonverbalem Ausdruckmedium bleibt Klang immer mehrdeutig.
  • Sprache ermöglicht, sich von der Gegenwart und dem Kontext zu lösen. Denn mit Worten kann etwas thematisiert werden, das in der Vergangenheit oder Zukunft liegt, das sich an anderen Orten ereignet oder auch nie Realität werden wird. Im Vergleich dazu bewirkt Musik situationsbezogene Emotionen, Assoziationen, Erinnerungen und Imaginationen. Diese bleiben rein subjektiv.
  • Im alltäglichen Gebrauch ist Sprache dialogisch angelegt. Eine Person spricht nach der anderen und bezieht sich, in gelungenen Interaktionsprozessen, auf die andere. Musik hat und nutzt das Potenzial der Mehrstimmigkeit. Gleichzeitig miteinander Töne und Klänge zu erzeugen, ist - neben dem abwechselnden Spiel - ein spezifisches Potenzial musikalischer Interaktion.

Leitlinien für ein Konzept zur Begleitung der Sprachentwicklung bei Kindern bis Drei
  • Musikalische und sprachliche Aktivität ergänzen sich gegenseitig.
  • Nonverbaler musikalischer und verbaler sprachlicher Ausdruck bewirken unterschiedliche Erlebens- und Erkenntnisprozesse.


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[http://www.fruehe-chancen.de/schwerpunkt_kitas/dok/563.php] - 30.07.2014
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