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Kindergarten Berlin - Friedrichshain-Kreuzberg

Kleinkind beim Blumengießen.
Standort: Markgrafenstraße 80
10969 Berlin

Leitung:

Barbara Wetzel, Sylvia Klose

Träger: INA.KINDER.GARTEN
Kontakt: Tel.: 030/81887961
E-Mail: markgrafenstrasse@inakindergarten.de
web: www.inakindergarten.de

Porträt: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“

Die Kita in der Markgrafenstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg gehört zu einer der 18 Kindertageseinrichtungen des Trägers INA.KINDER.GARTEN. Pädagogische Grundlage der Kita ist der Situationsansatz. Die Bildung und Erziehung der Kinder sollte demnach immer an der vielfältigen Lebenswelt und dem kulturellen Hintergrund aller Kinder und ihrer Familien anknüpfen. Die Kita verfügt über vier Abteilungen – zwei Krippengruppen sowie zwei Kindergartengruppen. In der Kita werden derzeit 104 Kinder betreut, wobei der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund bei ca. 80 Prozent liegt. Bereits vor der Beteiligung an der Initiative „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ gehörte Sprachförderung zum ganzheitlichen Konzept der Einrichtung. „Wir freuen uns sehr, an der Initiative teilnehmen zu können. Die zusätzlichen Fördermittel ermöglichen es uns, neues Sprachmaterial für die Kita anzuschaffen und auch die Zusammenarbeit mit den Eltern auszubauen“, so Frau Sylvia Klose, Co-Leiterin der Kita. Ebenso stellt der neue fachliche Input für die Einrichtung einen Mehrwert dar.

Herausforderungen bei der Suche einer geeigneten Sprachförderkraft

„Anfangs hatten wir Probleme, so ad hoc eine Sprachförderkraft zu finden“, berichtet Frau Klose. Zunächst wurde seitens der Kitaleitung überlegt, für die halbe Stelle der Sprachförderkraft eine Erzieherin aus dem Team einzusetzen und diese entsprechend weiterzubilden. „Da die Sprachförderkraft im gesamten Haus tätig werden soll, hätte dies jedoch bedeutet, dass diese Mitarbeiterin eine halbe Stelle als Erzieherin verloren hätte und somit als Bezugsperson für die Kinder und als Unterstützung für ihre Kolleginnen weggefallen wäre“, so Frau Klose. Die Neueinstellung einer zusätzlichen Mitarbeiterin als Ersatz für die fehlende halbe Erzieherstelle hätte zum einen eine gewisse Einarbeitungszeit der neuen Mitarbeiterin bedeutet. Zum anderen hätte der Aufbau einer Vertrauensbasis zu den Kindern einen weiteren Zeitverlust nach sich gezogen.

Wie Sprachförderkraft und Kita zusammenfanden

Die Lösung wurde dennoch im eigenen Haus gefunden. Die Stelle der Sprachförderkraft wurde mit Frau Klose besetzt, die zuvor ihre Arbeitszeit jeweils zur Hälfte auf die Co-Leitung der Kita sowie auf die Tätigkeit als Erzieherin aufgeteilt hat. „Da meine Stelle so aufgegliedert ist, dass die Arbeit in der Gruppe die Hälfte der Arbeitszeit umfasst, haben wir beschlossen, dass ich den Sprachförderanteil übernehme. Ich war auch als „Hausspringerin“ tätig, dadurch viel in den Gruppen und habe somit eine Beziehung zu allen Kindern im Haus. Ein Springer ist da schon die ideale Besetzung.“ Der Vorteil dieser Lösung liegt zum einen in dem Umstand, dass der Verlust einer Vollzeit-Erzieherkraft vermieden werden konnte, und zum anderen in der Zeitersparnis, da die Einarbeitung einer externen Fachkraft entfällt. Die frei werdende Teilzeitstelle soll mit einer zusätzlichen neuen Kraft besetzt werden.

Der Arbeitsalltag einer Sprachförderkraft

Die entsprechenden Fortbildungen wird Frau Klose im Rahmen der Initiative absolvieren. „Ich werde mich außerdem mit einer weiteren Erzieherin vernetzen, da die Multiplikation im Team so besser funktioniert und ich mich auch fachlich austauschen kann.“ Bei der Umsetzung der Initiative "Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration" ist ein fester Tag je Gruppe eingeplant. In dieser Zeit wird Frau Klose die anderen Erzieherinnen in ihrer sprachpädagogischen Arbeit unterstützen. Dabei soll insbesondere die kontinuierliche Begleitung der Kinder in ihrem alltäglichen Spracherwerb verknüpft mit den Aktivitäten und Angeboten der Bildungsbereiche im Vordergrund stehen. 


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[http://www.fruehe-chancen.de/555] - 18.05.2012
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